Statement Anke Burgemeister …hier…
Statement Antje Schöler
Seit mehr als 20 Jahren setzt sich die GAL für die Regionalstadtbahn ein. Daher freuen wir uns, dass dieses Thema nun einen Schritt weiter in Richtung Realität macht.
Heute geht es um die Trassenentscheidung durch Pfullingen. Beide Trassen haben ihre Vorteile und beide Trassen Ihre Schwierigkeiten. Aber beide Trassen sind möglich!
Und es ist richtig, wir entscheiden hier etwas, was für die nächsten Jahrzehnte das Erscheinungsbild und unsere Stadt prägen wird.
Und genau aus diesem Grund sind wir von der GAL davon überzeugt, dass die Innenstadttrasse die bessere Trasse für Pfullingen ist.
Mit der Innenstadttrasse liegen eben die nächsten Jahrzehnte die Haltestellen genau an den richtigen Stellen (eben möglichst Nahe an unseren Schulen, möglichst Nahe an unseren kulturellen Einrichtungen und unseren Sportstätten, eine Nähe zur Innenstadt an sich, – und auch das Gewerbegebiet Steinge mit vielen Arbeitsplätzen ist besser erschlossen).
Und die Haltestellen sind sichtbar und da wo was los sein soll.
Die Innenstadttrasse weist für Pfullingen das größere Fahrgastpotential auf und es können mehr Pfullinger BürgerInnen von der Stadtbahn profitieren, da auch große Teile der Weststadt im Einzugsgebiet liegen.
Wir sind auch davon überzeugt, dass eine Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln wie Bussen – aber eben auch mit dem PKW – über sogenannte Mobilitätshubs – an der Innenstadttrasse besser möglich sind.
Ein weiterer Pluspunkt für die Innenstadtrasse ist die von der Stadtverwaltung hervorgehobene Chance für eine begleitende städtebauliche Entwicklung entlang der ehemaligen Bundesstraße.
Auch davon sind wir überzeugt: Pfullingens Erscheinungsbild sowie Aufenthalts- und Wohnqualität wird an Marktstraße, Großen Heerstraße, Klosterstraße durch die Stadtbahn besser als bisher – und nicht schlechter.
Es ist auch richtig, das autonome Fahren wird auch kommen, aber nicht als Lösung für ein Regionales Infrastrukturprojekt, sondern als Ergänzung. Ich würde es sogar andersherum sagen: wenn wir die Vorteile des Autonomen Fahrens nutzen wollen, dann ist ein leistungsfähiger ÖPNV Grundvoraussetzung.
Die Verkehrsprognose sagt, dass es zu Verkehrsverlagerungen von der Markstraße / Klosterstraße in andere Straßen – z.B. in die Friedrichstraße und Römerstraße – kommen wird. Daher werden wir uns von der GAL auch dafür stark machen, dass auch in der Weststadt der ÖPNV attraktiv ausgebaut (z.B. Ergänzend mit Quartiersbussen) und in den besagten Straßen verkehrsberuhigende Maßnahmen umgesetzt werden.
Ein Umstieg auf den ÖPNV wird dann möglich wenn er von den Menschen auch erreicht wird. Und dafür müssen wir auch in Pfullingen die Weichen stellen.
Wir schließen uns uneingeschränkt den Ausführungen der Stadtverwaltung und auch den Ausführungen des Jugendgemeinderates an.
Daher das Votum der GAL: Innenstadttrasse.
Statement Anke Burgemeister
Die Argumente, die für die Innenstadttrasse sprechen, wurden eigentlich schon alle genannt. Ich möchte hiermit nochmal die Gründe betonen, die für uns als GAL für die Innenstadttrasse sprechen. Der Radweg auf der alten Bahntrasse ist mehr als ein Radweg, auf dem man irgend wie von A nach B kommt. Wir möchten, wie auch schon vom JGR genannt, die alte Bahntrasse uneingeschränkt als Fuß- und Radweg und auch als überregionaler Radverkehrsweg erhalten und diesen sogar noch weiter ausbauen. Die mehr als 2500 Radler und Radlerinnen pro 24h sprechen für sich. Das Ziel in unserem Mobilitätskonzept ist, den MIV zu reduzieren und den ÖPNV und den Fuß- und Radverkehr zu fördern. Deshalb muss die Bahntrasse unbedingt als attraktiver Rad- und Fußweg erhalten bleiben. Dieser Radweg ist nicht nur als Pendlerstrecke wichtig, die alte Bahntrasse hat auch einen sehr großen Freizeitwert und ist ein wichtiger Naherholungsraum für Familien mit Kindern, für die Bewohnerinnen und Bewohner des Haus am Stadtgarten und als alltägliche Nord-Süd Verbindung, um zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher und auf attraktiver Strecke in die Stadt zu gelangen. Weiterhin hat ein Gutachten ergeben, dass der Gehölzbestand entlang der alten Bahntrasse eine Verbindungsachse und ein Wanderkorridor für Kleinsäuger und Vögel von der Stadt in die freie Landschaft ist. Hier müssen 500 Bäume gefällt werden und die grüne Trasse durch Pfullingen wäre so nicht mehr vorhanden. Zu den Bedenken, dass die Straßen zu voll werden, wenn die RSB durch die Innenstadtfährt. Auch jetzt schon halten 11 Busse pro Stunde am Lindenplatz und der MIV musshinter jedem anhaltenden Bus mit anhalten, bis der Bus wieder weiter fährt. Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass der JGR hätte hier eigentlich mitbestimmen müssen. Denn wie Kaleb Maier vom JGR schon selber gesagt hat, bauen wir die RSB zu einem sehr großen Teil für die zukünftigen Generationen.
